Erzählenswert

Der große Umzug

105 Jahrfeier

80 Jahrfeier

Der große Umzug!
Im Jahr 2020 durften wir unser neues Feuerwehrhaus beziehen.

Am Samstag den 12. September war es endlich soweit. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde unser neues Rüsthaus sowie unser neues hydraulisches Bergewerkzeug von unserem Pfarrer Krystian Puszka feierlich eingeweiht. Aus diesem Anlass erschienen zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrwesen. Allen voran unser Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sowie unser Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Krenn.
Der Festakt wurde musikalisch vom Musikverein St. Nikolai feierlich umrahmt und im Anschluss wurden die Gäste von der Gruppe „Die Gasgeber“ bestens unterhalten.
Passend zu diesem Anlass wurden unsere Kameraden Johann Prasser, Johann Hammer, Rudolf Krill, Willi Russ, Benjamin Zöhrer, Martin Hermann, Robert Stiendl und auch ABI Alex Steinkellner von der Feuerwehr Reichenfels-St. Peter für ihre Verdienste im Feuerwehrwesen ausgezeichnet.

Die Freunde der Freiwillige Feuerwehr Reichenfels – St.Peter beschenkten uns mit einer handgeschnitzten Statue vom Heiligen Florian und unser Fussballverein FC St. Nikolai im Sausal übergab uns eine eigens angefertigte Uhr für das neue Rüsthaus. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken!
Ebenfalls bedanken wir uns bei der Bevölkerung und den Betrieben von St. Nikolai die uns bei der Bausteinsammelaktion finanziell großzügig unterstützten.
Unser besonderer Dank gilt aber der Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal mit Bürgermeister Gerhard Hartinger und seinem Team, welche als Bauherr fungierte und dieses großartige Projekt erst ermöglichte. Stellvertretend dafür wurde im Zuge des Festaktes Bürgermeister Gerhard Hartinger in Würdigung seiner Verdienste um das Feuerwehrwesen die Steirische Florianiplakette in Bronze verliehen!
An dieser Stelle bedanken wir uns auch noch herzlichst bei allen Firmen die zur Umsetzung dieses einmaligen Projektes beigetragen haben:
Gruber Haustechnik
Büchsenmeister Erdbewegungen GesmbH
Tischlerei Reininger
Stahlbau Grasch GmbH
B. Pichler Bau GmbH
TR Flachdachbau GmbH
Holzbau Watz e.U. (Heimschuh)
EBA Cooling Systems GmbH
Tischlerei Schantl GmbH (Gleinstätten)
Ruckenstuhl GmbH (Leibnitz)
Malerfachbetrieb Gernot Hochstrasser KG (Lang)
Fliesenlegermeister Dietmar Pressnitz
Bauunternehmung GRANIT
Lugitsch und Partner Ziviltechniker GmbH
Planungsbüro Leo Bernhard GmbH (Hengsberg)
Baumschule Grinschgl GmbH (Frauental)
Legat-Tore Hörmann
PAKU – Farben Fessler
Peter Dunkl – „Der mit dem Licht schreibt.“
Glasmetall Günter Temmel GmbH

Ein großer Dank an unserer Sponsoren

Diamant

Aeijst GmbH
St. Nikolai im Sausal

Anna Krottmaier
Alten- und Betreuungsheim

Lamperstätten

August Taibinger
Jahring

Dr. Arnulf Buchebner
Wildon

Dr. Marek Kartous
St. Nikolai im Sausal

Erdbewegung Büchsenmeister
Waldschach

Familie Kahr Lackenbauer
Grötsch

Familie Stiendl „Vieregg“
Waldschach

Fleischerei Josef Strauß
St. Nikolai im Sausal

Grötschmühle Kügerl Franz
Grötsch

Gruber Haustechnik GmbH & Co KG
St. Nikolai im Sausal

Michael Gruber sen
St. Nikolai im Sausal

Planungsbüro Leo Bernhard GmbH
Hengsberg

Raiffeisenbank St. Nikolai im Sausal
St. Nikolai im Sausal

S. M. Theissl
Lamperstätten

Tischlerei Andreas Reininger
Waldschach

Weingartenhofel Harkamp
Flamberg

Weingut Pichler-Schober
Mitteregg

Wolfgang und Manuela Kölbl
Waldschach

Gold

Alpakareich Zöhrer
Waldschach

Baumeister Bruno Pichler
Wettmannstätten

Bgm. Gerhard Hartinger
Forst

Buschenschank Steiri
Mitteregg

Buschenschank und Fremdenzimmer Kilian Riedl vlg. Fostl
Petzles

DI Werner Pickl
Waldschach

Dr. Arnul Buchebner
Waldschach

Eduard Nestl
Forst

Erni und Ernst Zirngast
Grötsch

ESV Linde Waldschach
Waldschach

Familie Distler
Flamberg

Familie Fröhlich
Flamberg

Familie Fröhlich „Ulzn“
Jahring

Familie Hannes Penitz
Waldschach

Familie Helmli
Lamperstätten

Familie Herzog
Lamperstätten

Familie Karl Büchsenmeister
Forst

Familie Matzer
Lamperstätten

Familie Peißl Elfriede, Heribert, Anita, Christian, Fabian
Waldschach

Familie Pirker
Lamperstätten

Familie Scherr „Kulmi“
Jahring

Familie Siegfried Waltl
Lamperstätten

Firma ETEM Andras Edler-Muhr
Greith

Fleisch & Wurstwaren Familie Braunegger
Flamberg

Fritz und Franziska Ederegger
Waldschach

Golden Hill Barbara und Andres Reinisch
Waldschach

Gut Waldschach Familie Menzel
Waldschach

Herbert Orthaber
Waldschach

Johann und Michaela Grasch
Muggenau

Johannes Zöhrer „Fuchshansl“
Muggenau

Josef Maier
Muggenau

Josef Neukirchner
Mitteregg

Josef Thomann und Hermine Pommer
Waldschach

Karl Schweinzger
Grötsch

Landmaschinen Hartinger
St. Nikolai im Sausal

Manfred und Magdalena Edelsbrunner
St. Nikolai im Sausal

Sägewerk Resch
Jahring

Sebastian Weber
Schrötten

Silvia und Othmar Hergg
Grötsch

SPAR Markt Schober
St. Nikolai m Sausal

Weingut Buschenschank Strauß
Petzles

Silber

Alexander Fleischhacker
Preding

Alois Zweidick
Waldschach

Andreas Krill
Greith

August Wieser
Waldschach

Brigitte und Franz Schweinzger
Grötsch

Buschenschank Höfer
Mitteregg

Christa Rucker
Jahring

Christian Gaisch
Jahring

Christian Köpf
Waldschach

Christian Namesnig
St. Nikolai im Sausal

Claudia und Heinz Bauer
Waldschach

Dorothea Edler-Muhr
Greith

Dr. Wawschinek
Waldschach

Dr. Wolf Stadler
Petzles

Emmerich Patschok
Waldschach

Erinnerungshof Hermann
Forst

Erna Baumann
Waldschach

Ernestine Gaisch
Grötsch

Erwin Potocnik
Petzles

Evelyn Pichler
Petzles

Familie Adolf Pucher
Grötsch

Familie Florian
Waldschach

Familie Gerhard Klement
Lamperstätten

Familie Jauschnegg
Flamberg

Familie Johann Kahr
Flamberg

Familie Kappel
Jahring

Familie Markus Stiendl
Waldschach

Familie Meisenbichler
Grötsch

Familie Müller
Forst

Familie Pammer
Jahring

Familie Pinter-Geyer
Flamberg

Familie Prauß Theresa, Josef, Franz, Ingrid
Waldschach

Familie Stefan und Christine Nestl
Forst

Familie Walcher / Krainer
Waldschach

Ferdinant Purgstaller
Waldschach

Fischerstüberl Herzogteich
Lamperstätten

Flambergerhof Fam. Klein
Flamberg

Fliesen Hermann
Jahring

Franz Maria Skof
Mitteregg

Franz und Sophie Arnfelser
Mitteregg

Freizeit- und Seniorenclub
St. Nikolai im Sausal
St. Nikolai im Sausal

Frieda und Friedrich Scherübl
Jahring

Gerhard Laube
Waldschach

Gerhard und Sieglinde Lindner
Jahring

Gerhard Zachenegger
Grötsch

Gertrude Dietrich
Waldschach

Gottfried Schodl
Jahring

Hannes Riedl
Petzles

Hans Allmer
Waldschach

Helmut Kahr
Forst

Herbert und Elisabeth Walter
Waldschach

Hermann Kraschitz
Lamperstätten

Herta Hartinger
Forst

Ingo Müller
Waldschach

Johann Hammer und Maria Braunegger
St. Nikolai im Sausal

Johann Krois
Waldschach

Johann Prasser
Preding

Johann Reiss
Jahring

Johann Schneeberger
Pernitsch

Johann Schweinzger
Grötsch

Josef Bauer
St. Nikolai im Sausal

Josef Heritsch
Jahring

Josef Jöbstl
Flamberg

Josef Neukirchner
Mitteregg

Josef Stiegler
Waldschach

Jürgen Baumer
Waldschach

Karl Pichler
Muggenau

Karl Stiegler
Waldschach

KFZ Michael Thomann
Muggenau

Kilian Dietrich
Waldschach

Kurt und Maria Maritschnegg
Lamperstätten

Maria Reiss
Jahring

Maria Schweinzger
Grötsch

Markus Gaisch
Grötsch

Markus Reininger
Mollitsch

Martina Gaschler
Petzles

Martina Pinter
Jahring

Michael Alberer
Flamberg

Michael und Karin Edelsbrunner
St. Nikolai im Sausal

Mike und Beate McGinn
Waldschach

Miriam und Hansjörg Karrenbrock
Petzles

Monika Aistleitner
St. Nikolai im Sausal

Patrik Hartinger-Lileg
Forst

Peter Zöhrer
St. Nikolai im Sausal

Petra und Andreas Wolf
Grötsch

Pfarrer Kristian Puska
St. Nikolai im Sausal

Reinhold Schrattenecker

Richard Strohriegl
Petzles

Rosa Fürpaß
Flamberg

Rosemarie und Johannes Reininger
Waldschach

Stefan Arnfelser und Martina Strohriegl
Mitteregg

Tanja und Benjamin Zöhrer
Jahring

Thomas Winter
Grötsch

Thomas Zinnauer und Veronika Muralter
Flamberg

Waltraud Marchel
Mollitsch

Werner und Rosemarie Oswald
Jahring

Willibald und Sophie Russ
Muggenau

Wolfgang Muhry
Waldschach

Bronze

Abhofverkauf Familie Schneeberger
Greith

Albin Bernhard
Flamberg

Alexandra Hermann
Jahring

Alois Potocnik
Muggenau

Alois und Barbara Sattler
Waldschach

Alois und Friederike Haiden
Flamberg

André Zweidick
Forst

Andreas Bernhard
Grötsch

Andreas Bleimuth
St. Nikolai im Sausal

Andreas Krois
Waldchach

Andreas Reinhardt
Mitteregg

Andreas und Anita Aldrian
Jahring

Angelika und Josef Feldbacher
Flamberg

Anita Heritsch
Muggenau

Annemarie Skoff
St. Nikolai im Sausal

Annemarie und Mario Hartinger
Forst

Anton Hermann
Flamberg

Anton und Susanne Korb
Waldschach

Astrid Pickl
Waldschach

August und Marianne Golds
Waldschach

Barbara Jöbstl
Flamberg

Bernhard Stiendl
Waldschach

Bernhart und Michaela Aldrian
Jahring

Berta Poje
St. Nikolai im Sausal

Biwi Herko
Waldschach

Blumen Barbara Reiss
Jahring

Brigitte Grübler-Haselsteiner
Flamberg

Christa Gailberger
Jahring

Christine Winkler
Waldschach

Christoph und Waltraud Gruber
Lichtenegg

Christoph Waltl
Jahring

Claudia und Johannes Krenn
Forst

Daniela Bernhart
Mitteregg

Daniela Karisch
Muggenau

Dietmar Hartinger
Waldschach

Dr. Beatrix Pfeifer
Jahring

Dr. Christian Lickl
Lamperstätten

Dr. Otto Fürnschuss
St. Nikolai im Sausal

Eduard und Maria Jammernegg
Jahring

Elfriede Gotthardt
Grötsch

Elisabeth und Hans Harkamp
Flamberg

Emma Mandl
Grötsch

Erich Zöhrer
St. Nikolai im Sausal

Erika Gaisch
Jahring

Erika und Karl Schober
Forst

Erwin Greisdorfer
Waldschach

Erwin Nestl
Jahring

Erwin und Gerlinde Faßmann
Grötsch

Eva Baumann
Waldschach

Ewald Kahr
Flamberg

Ewald Schenk
Waldschach

Fabian Koller
Flamberg

Familie Alexander Kemmetmüller
Waldschach

Familie Deixelberger
Waldschach

Familie Dworschak
Forst

Familie Franz Glauninger
Waldschach

Familie Greben
Forst

Familie Haider
Jahring

Familie Hermann
Forst

Familie Holl-Korb Anton und Ingrid
Waldschach

Familie Kahr
Lamperstätten

Familie Kemmetmüller
Petzles

Familie Klapsch / Kemmetmüller
Forst

Familie Krill
Greith

Familie Manfred Waltl
Lamperstätten

Familie Muhry
St. Nikolai im Sausal

Familie Nekvasil
Waldschach

Familie Neukirchner
Jahring

Familie Neuwirth Werner, Martina, Clemens, Julian
St. Nikolai im Sausal

Familie Peter
Flamberg

Familie Pop
St. Nikolai im Sausal

Familie Potoschnigg/Zeissmann
Jahring

Familie Reiter
Waldschach

Familie Resch-Schwarzbauer
Jahring

Familie Schautzer
Flamberg

Familie Schuppler
Muggenau

Familie Stoiser
Jahring

Familie Tschernegg
Jahring

Familie Waltl Pölzl
Lamperstätten

Familie Zinnauer
Jahring

Firma Dietrich Kanalreinigung

Firma Helmut Schweiger GmbH
Flamberg

Firma Legat Reinhold
(Hörmann Tore)
Heimschuch

Franz Hermann
Jahring

Franz Jauck
Flamberg

Franz Josef Faich
St. Niklai im Sausal

Franz und Eva Koller
Waldschach

Franz Wilhelm
Flamberg

Franziska Gailberger
Jahring

Friedrich Neuwirth
Flamberg

Friedrich Sailer
Lichtenegg

Fritz und Cilli Stiegler
Waldschach

Fritz Walle
Flamberg

Gabriella Prattes
Waldschach

Gerald Hartinger und Sigrid Schmid
Waldchach

Gerald Hofstätter
Waldschach

Gerald Holler
Stocking

Gerhard Jahrbacher
Grötsch

Gertrude Wallner
Waldschach

Goldschmiedemeister
Herzog Erich
Waldschach

Gössl-Halbauer
Grötsch

Günter Strametz
Jahring

Hans Gumhols
Waldschach

Harald Hermann
Jahring

Harald Jagersbacher
Grötsch

Harald Walter
Flamberg

Harald Winter
Grötsch

Heimo Haury
Lamperstätten

Heinz Stoiser
Flamberg

Helga Krottmaier
Waldschach

Helga und Herbert Aldrian
Mitteregg

Helmut Fröhlich
Grötsch

Helmut Greistorfer
Lichtenegg

Helmut Kappel
Jahring

Helmut Marchel
Mollitsch

Helmut und Bettina Fürnschuss
St. Nikolai im Sausal

Hermann Korb
Flamberg

Hubert Benedikt und
Maria Haiden-Benedikt
Flamberg

Hubert Thomann
Waldschach

Huskic Dervis
Waldschach

Inge Gruber
Jahring

Ingrid Redolfi
Jahring

Iris und Stefan Moser
Forst

Isabella Strutz
Jahring

Johann Schuppler
Flamberg

Johann und Christine Grasch
Waldschach

Johann und Maria Aldrian
Jahring

Johann Waltl
Jahring

Josef Fack
Flamberg

Josef Fiegl
St. Nikolai im Sausal

Josef Florian
Flamberg

Josef Klug
Grötsch

Josef Röck
Flamberg

Josefa Mühlbacher
Petzles

Karl Aldrian
Mitteregg

Karl Hammer
Waldschach

Karl Pichler
Jahring

Käserei Fischer
Neurath

KG Flamberg
Flamberg

Kurt Arnfelser
Waldschach

Kurt Fröhlich
Lichtenegg

Kurt Kada
Jahring

Ludmilla Marchel
Waldschach

Manfred Peißl und
Elfriede Ruckhofer
Waldschach

Manfred Prattes
Waldschach

Manfred und Ingrid Knotz
St. Nikolai im Sausal

Margit Thomann-Poje
Muggenau

Maria Lipp
Flamberg

Martin Fröhlich
Muggenau

Martin Lirzer
Lamperstätten

Martin Zettl
Waldschach

Mitteregger Stub’n
Mitteregg

Monika Donel
Mitteregg

Monika und Hermann Oswald
Greith

Namesnig Rosa
Jahring

Nicole Distler
Flamberg

Otmar und Roswitha Kappel
Petzles

Richard Pichler
Flamberg

Roswitha Kügerl
Grötsch

Rudolf Maier
Grötsch

Sabine Hammer
Grötsch

Sepp Klapsch
Flamberg

Sepp und Ingrid Glöckler
Waldschach

Silvia und Peter Haumann-Loidl
Waldschach

Stefan und Kerstin Sattler
Waldschach

Stefan und Ursula Herzog
Forst

Stefanie Hollerer
Waldschach

Theresia Draxler
Grötsch

Thomas Lindner
Lichtenegg

Thomas Russ
Muggenau

Verena Schröcker
St. Nikolai im Sausal

Volker und Esther Prattl
Grötsch

Walter Florian
Flamberg

Walter Schauer
Waldschach

Waltraud Peter
Flamberg

Werner und Sabine Namesnig
St. Nikolai im Sausal

Wilhelm Heizsysteme
Preding

Willi Bretterklieber
Jahring

Willibald und Renate Fröhlich
St. Nikolai im Sausal

Wolfgang und Josefine Korb
Waldschach

Die Geschichte der FF St. Nikolai i. S. aus der Festschrift zu 105 Jahren

Laut Urkunden gab es schon im Jahr 1898 eine Zusammenkunft über eine Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsabteilung. In unserer Gemeidne gab es zu diesem Zeitpunkt eine Pfarrkirche mit Pfarrhof, ein Schulhaus, sowie ausschließlich Bauernhöfe und zwei Schlösser, Waldschach und Flamhof. Da im Jahr 1898 keine Löschgeräte zur Verfügung standen, geschweige eine Unterkunft vorhanden war musste die Gründung vormals zurückgestellt werden. Erst 2 Jahre später, am 10. Juli 1900 hat auf Grund der Initiative des Gast- und Landwirtes Michael Strohriegl eine Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr stattgefunden.

Als Wehrführer wurde der Gast- und Landwirt Michael Strohriegl gewählt. Weitere Grundungsmitgleider waren Josef Strohrigl, Franz Gödl, Franz Stiegler, Max Greimel, Karl Mitteregger, Johann Thomann, Mathias Schwab, Florian Korb und Franz Brunner. Das Einzugsgebiet der neu gegründeten Feuerwehr umfasste 6 Gemeinden: St. Nikolai i. S. mit 518 Einwohner, Jahring mit 285 Einwohner, Mitteregg mit 364 Einwohner, Waldschach mit 314 Einwohner, Flamberg mit 351 Einwohner und Grötsch mit 192 Einwohner. Der Sitz der Feuerwehr war im Ort St. Nikolai i. S. . Erst am 1. Jänner 1962 wurden die Gemeinden zu einer Großgemeinde St. Nikolai i. S. zusammengelegt. Bei der Gründung hatte die Feuerwehr eine Mannschaftsstärke von 10 Mann. Im Jahr 1912 war die Feuerwehr auf 21 Mann angewachsen. Am 6. November 1930 zählte die Wehr schon 34 aktive Mitglieder. Bei der Generalversammlung im Jahr 1932 beantragte der Ehrenhauptmann Johann Thomann, wenn ein Feuerwehrmitglied bei einem Einsatz oder Übung öfter als 3 mal unentschuldigt fernbleibt, so wird dieser Kamerad nicht mehr als ausübendes Mitglied behandelt. Einen weiteren Antrag stellte der Ehrenhauptmann, wenn an der neuen Motorspritze ein Schaden entsteht, dieser kostenlos vom Maschinisten Alois Hartinger repariert wird. Es gab schon vor mehr als 70 Jahren klare Richtlinien für die Ausübung.

Fahrzeuge und Geräteanschaffungen

10.07.1900: wurde durch die Initiative vom Hr. Gast- und Landwirt Michael Strohriegl die Feuerwehr und Rettungsabteilung St. Nikolai i. S.  gegründet. Sie bestand aus 10 Mitgliedern und als erter Wehrführer wurde der Gast- und Landwirt Michael Strohriegl gewählt.

1900: hat der Wehrführer Strohriegl der Wehr ein Gerätehaus zur Verfügung gestellt.

1910: in den Dienst gestellt und gesegnet wurde die erste fahrbare Handpumpenspritze.

10.07.1925: feierte die FF St. Nikolai im Sausal Ihr 25jähriges Bestandsjubiläum im Vereinsheim des Gasthauses Strohriegl.

30.07.1930: Segnung der ersten Motorspritze. Um das Geld für die Bezahlung der Motorspritze aufzubringen wurde von den Kameraden eine Theateraufführung mit drei Einakten im Gasthaus Wrann veranstaltet.

11.11.1931: Bis zu diesem Tage erfolgte die Verständigung durch Kirchenglocken bei einem Brand oder sonstigen Ausrückungen bzw. durch eigens angebrachten Feuerglocken.

12.11.1931: wurde am Kirchturm eine elektrische Sirene montiert.

1931: In Lamperstätten beim Panzinger vlg. Wulzn war für den Feuerschutz eine Handspritze deponiert die über Antrag des Feuerwehrkameraden Josef Strohriegl nach Waldschach zum Anwesen Bedek, vlg. Rauscherl verlegt wurde.

1936: wurde das Feuerwehrhaus innen und außen renoviert. Das Feuerwehrhaus gehört noch immer dem Besitzer Michael Strohriegl.

1948: musste die Sirene vom Kirchturm auf das Schulhaus verlegt werden wo sie heute noch montiert ist. Eine Motorspritze wurde in den Dienst gestellt.

12.09.1948: konnte ein Fahrzeug der Marke Dodge von den englischen Besatzungstruppen angekauft werden.

23.06.1950: 50jähriges Gründungsfest

1953: Ankauf eines Anhängers für den Transport der Motorspritze.

1959: Das neue Gemeinde- und Feuerwehrhaus wurde gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

1962: konnte eine Motorspritze der Marke VW angeschafft werden.

11.08.1968: wurde ein neues Feuerwehrauto der Marke Unimog Allrad angekauft und in den Dienst gestellt. Das alte Feuerwehrfahrzeug Dodge wurde wegen zu hoher Reparaturkosten abgestoßen.

1968: wurde ein gebrauchter VW-Bus als Mannschaftstransportfahrzeug angekauft. Den ersten Fetzenmarkt veranstalteten wir im Jahr 1976 und der Reinerlös wurde für den Ankauf eines neuen VW-Busses verwendet.

1976: Ankauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges.

21.08.1977: wurde ein Tanklöschfahrzeug 2000 Liter in den Dienst gestellt.

1977: musste für den Unimog ein Unterstellplatz gefunden werden. Es wurde neben dem Musikheim eine Garage errichtet für dieses Fahrzeug (Heute Neubau Tageswerkstätte der Lebenshilfe).

1980: 80 jähriges Gründungfest der FF St. Nikolai i. S.

1986: Aufgrund des Platzmangels entschloss man sich von Seiten der Feuerwehr bei der Gemeinde um einen Zubau zum bestehenden Gebäude anzusuchen. Da die Gemeinde und die Feuerwehr keinen ordentlichen Sitzungssaal hatte wuede der Zubau von Seiten der Gemeinde genehmigt. Der Zubau wurde für drei Garagen geplant un über den Garagen wurde ein Sitzungssaal für die Gemeinde und Feuerwehr errichtet. Die gesamten Arbeiten für den Zubau sowie Umbau des Gemeindeamtes wurde von der Feuerwehr in Eigenregie vorgenommen. Das Material für diese Arbeiten wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestelt.

1986: Ankauf eines Löschfahrzeuges der Marke Pinzgauer und der Unimog wurde verkauft.

1989: ein neues Mannschaftstransportfahrzeug wurde angeschafft. Der alte VW-Bus wurde zum Rüstfahrzeug umgebaut.

1990: es wurde ein Anhänger für die Einsätze mit gefährlichen Stoffen angeschafft.

1992: Ankauf eines Scherr und Spreitzers.

1994: ein Rüstfahrzeug der Marke Mercedes 310 Allrad für die Unterbringung der Scherr und Spreitzer wurde angekauft. Der alte VW-Bus wurde an die Gemeinde abgegeben.

1994: Ankauf einer neuen Tragkraftspritze der Type BMW.

1996: Umtausch der Sirene am Schulhausdach (Stärkere Ausführung).

1996: Ankauf eines Stromaggregates.

1997: Kauf eines neuen TLF 2000 der Marke Steyr 13S; Ankauf eines Fahrzeugfunkgerätes für TLF; Anschaffung einer Jugendbahn; 2 Handfunkgeräte und 4 Personanrufempfänger wurden angekauft.

1998: Drei Atemschutzgeräte wurden in den Dienst gestellt.

1999: Die Garagentore wurden ausgetauscht. Einbau eines WC und eines Duschraumes.

2001: Zubau einer Waschhalle mit Sitzungssaal.

2003: Errichtung einer Gerätehütte am Übungsplatz.

Chronik aus der Festschrift anlässlich
des 80jährigen Bestandes

EINER FÜR ALLE
ALLE FÜR EINEN!

80 Jahre Freiweillige Feuerwehr.
Eine Zeitspanne voll von Ereignissen erfreulicher und unerfreulicher Art, voll von Leistungen, Erfolgen und Rückschlägen. Vieles, einst Wichtiges, wurde im Laufe der Jahrzehnte klein, unwichitg und vergessen. Immer aber blieb der Gedanke erhalten, zu retten und zu helfen, getreu dem alten und ewigen Grundsatz der Feuerwehren.

Die Geschichte unserer Wehr beginnt erstmalig im Jahr 1898. Urkunden verdienter Mitglieder und Bilder beweisen uns die erstmalige Zusammenkunft verschiedener Ortsbewohner, welche sich in diesem Jahr mit dem Gedanken zur Gründung einer Feuerwehr und Rettungsabteilung gertragen haben.
Zu dieser Zeit gab es in unserer Gemeinde St. Nikolai i. S. und deren Umgebung fast ausschließlich Bauerngehöfte, eine Pfarrkirche mit Pfarrhof, dass Schloß Waldschach und das Schloß Flamhof. Es hieß also diese Gebäude vor Feuer und Naturkatastrophen zu schützen.
Das aber weder Feuerhaken noch Löschkübeln – von einer Unterkunft gar nicht zu sprechen – vorhanden waren, dauerte es fast zwei Jahre bis sich eine noch kleinere Gruppe im Jahr 1900 unter der Führung des Gast- Landwirtes Michael Strohriegl, als Feuerwehr und Rettungsabteilung in der Gemeinde protokollierte. Damit hat die Gründung unserer Wehr am 10. Juli 1900 stattgefunden.

Erster Wehrführer wurde Michael Strohriegl, Gast- und Landwirt aus St. Nikolai i. S.. Weitere Gründungsmitglieder sind uns wie folgt bekannt: sein Bruder Josef Strohriegl, Franz Gödl, Stiegler Franz, Max Greimel, Karl Mitteregger, Johann Thomann, Matthias Schwab, Florian Korb und Franz Brunner.
Die Gründungsmitglieder mussten bereits am 2. Febraur 1901 ihre Leistungen der Feuerbrunst gegenüber bestätigen, da an diesem Tag das gesamte Wirtschaftsgebäude des Pfarrhofes abbrannte.
Der Wehrführer Strohriegl leitete die Geschicke bis zum Jahr 1909. In diesem Jahr wurde er vom damaligen Lehrer unserer Gemeinde, Herrn Lehramtskanditaten Hermann Michl abgelöst. Hermann Michl war hauptberuflich als Lehrer in der einklassigen Vorlksschule tätig. In seiner Amtszeit, welche bis zum Jahr 1912 dauerte, hatte sein Vorgänger Michael Strohriegl an der Kreuzung Schmiedgasse – Mitteregger Straße einen Feuerhwehrraum zur Verfügung gestellt.
Dieser Feuerwehrraum diente den Feuerwehrkameraden bis zum Jahr 1953. Er wurde unter anderem zur Aufnahme der ersten fahrbaren Handpumpenspritze, welche im Jahr 1910 eingeweiht wurde, verwendet.

Als Nachfolger des zweiten Wehrführers wurde 1912 der Kaufmann Markus Greimel bestellt. Dieser Wehrführer brachte mit seinem besonderen Ehrgeiz die Wehr auf einen damals optimalen Stand von 21 aktiven Feuerwehrkameraden.
Markus Greimel leitete die Wehr bis zum Jahr 1919. Bei der Jahreshautpversammltung am 10. Februar 1919 wurde der OFM Johann Thomann (Landwirt in Waldschach) zum neuen Hauptmann gewählt.
In seiner Ära als Hauptmann brachte Johann Thomann die Wehr auf 34 aktive Mitglieder welche am 10. Juli 1925 ihr 25.jährliges Jubiläum im Vereinsheim des Gasthauses Strohriegl, vlg „Kristi“ feierten.

Drei Feuerwehrkameraden auf diesem Foto sind heute noch in unserer Mitte, und zwar der Ehrenbrandmeister Josef Brunner, geb. am 17. Februar 1910, der Zugsführer Johann Pfeier, geb. am 25. Dezember 1899 und der Strahlführer Johann Hartinger, geb. am 5. Februar 1906.

Herr Hauptmann Thomann mit seinem Stellvertreter Josef Pfanninger und dem Schriftführer Franz Aistleitner (Vater des derzeitgen Bürgermeisters von St. Nikolai i. S.) führten die Feuerwehr bis zum 6. November 1930.
Die größten damalige Errungenschaft ist wohl auch diesem Hauptmann zuzuschreiben, da er noch in seinem letzten Amtsjahr, und zwar am 2. März 1930 die erste Motorspritze, welche am 30. Juli 1930 eingeweiht wurde, angeschafft hat. Die Finanzierung erfolgte ausnahmslos durch Geldspenden der Bauern und Patinnen.
Schon vor der Einweihung mussten die Feuerwehrkameraden Markus Halber und Alois Hartinger den Motorspritzenkurs in Graz absoliveren.
Durch die Anschaffung der Motorspritze war die Feuerwehrkasse vollkommen geleert und um diese aufzubessern, gab eine Theatergruppe im Gasthaus Wrann eine Theateraufführung mit drei Einaktern, was von der Bevölkerung mit großem Erfolg honoriert wurde.
Vom 06. November 1930 bis 15. März 1931 führte Josef Pfanninger die Wehr provisorisch und wurde am 15. März 1931 zum Hauptmann gewählt. Hauptmannstellvertreter wurde Markus Halber, Kassier und Schriftführer Markus Greimel, Zeugwart Franz Stiegler, Brandmeister des 1. Zuges Ignaz Krois und des 2. Zuges Herr Rasborschek. Als Chefarzt wurde Dr. Josef Hofer bestellt. Alle Funktionäre sind auf vorherigem Foto abgebildet.
Bis zum 11. November 1931 erfolgt die Verständigung bei einem Brand oder sonstigen Einsätzen durch die Kirchenglocken bzw. durch die eigens dafür angebrachten Feuerglocken. Ab diesem Datum wurde eine elektrische Sirene auf dem Dach der Pfarrkirche montiert.

Laut Protokollbuch geht hervor, dass in der Dreißigerjahren 20 bis 30 Übungen pro Jahr durchgeführt wurden. Die vorgeschriebenen Übungen wurden genauestens registriert und so streng gehalten, dass im Jahr 1932 der damalige Ehrenhauptmann Johann Thomann bei der Generalversammlung den Antrag stellte, dass ein Feuerwehrkamerad, wenn er öfter als dreimal unentschuldigt bei einer Übung fern bleibt, nicht mehr als ausübendes Mitgleid betrachtet wird.
Von ihm wurde auch ein weiterer Antrag gestellt, dass wenn an der neuen Motorspritze eine Schaden entsteht, dieser kostenlos vom Maschinisten Alois Hartinger repariert werden muss.
Die Mitgleidsbeiträge betrungen für die aktiven Mitglieder S1.- und für unterstützende Mitgleider S2,- pro Jahr. Für den Zeugwart wurde ein Jahreslohn von S60,- bezahlt.
Weiters wurde noch im Jahre 1931 vom Feuerwehrkameraden Josef Strohriegl festgestellt, dass die zum Feuerschutz deponierte Handspritze in Lamperstätten beim Anwesen Pansinger, vlg „Wulzn“ sehr verwahrlost ist und stellte den Antrag, dass die Spritze zur Verwaltung in die Gemeinde Waldschach, zum Anwesen Bedek, vlg. „Rauscherl“ übergeben werden soll. Diesem Antrag wurde von der Vollversammlung stattgegeben.

Bei der letzten Sitzung im Jahr 1931 befasste sich der Hauptmann Johann Pfanninger bereits mit der Brandbekämpfung bei Häusern mit elektrischem Strom.
Im Jahr 1932 wurde zum wiederholten Male protokolliert, dass die Feuerwehrkasse durch die Montage der elektrischen Sirene und durch die Anschaffung mehrerer Pferdegeschirre nicht nur zur Gänze geleert war, sondern einen Schuldbestand von S1.300,- aufwies. Die Bemühungen bezüglich der Finanzierung der Schuld blieben sogar bis in die Gemeindestuben erfolglos. Mit Hilfe des Bezirksverbandes und eines Ansuchens an den Landesverband gelang es dann, auf dem Kreditwege dieses Geld zu beschaffen.

Zu diesem tragischen finanziellen Zustand kam noch, dass die Motorspritze im selben Jahr reparaturbedürftig wurde. Nur der Eigeninitiative des damalgen Bürgermeisters Johann Schuppler ist es zu danken, dass die Motorspritze wieder instandgesetzt werden konnte.
1933 wurde die Freiwillige Feuerwehr von den Gemeinden übernommen. Der Sitz der Feuerwehr sollte aber weiterhin im zentralen Ortsgebiet von St. Nikolai i. S. verbleiben.
Zu Ende des Jahres 1932 wurde eine Spezial-Rettungsabteilung eingerichtet. Die Rettungsmänner waren die Feuerwehrkameraden Josef Strohriegl, Martin Jos, Franz Stiegler jun., Anton Jahr, Ignaz Ruß, Rudorf Mitteregger und Josef Kahr.

Im Jahr 1934 wurde durch die verschiedenen Unstimmigkeiten in der Wehr eine Neuwahl durchgeführt. Diese Wahl brachte folgendes Ergebnis:
Hauptmann: Josef Pfanninger
Hauptmannstellvertreter: Markus Halber
Brandmeister: Ignaz Krois
Exerziermeister: Alois Hartinger
Rottführer: Franz Gödl
Rottführer: Josef Strohriegl
Rottführer: Franz Stindl
Kassier und Schriftführer: Markus Greimel
Zeugwart: Franz Stiegler
Maschinenmeister: Alois Hartinger
Weitere Feuerwehrkameraden wurden in verschiedene Dienste eingeteilt.

Diese Führungsgemeinschaft hielt sich allerdings nur bis zum September 1934, wo eine außerordentliche Wehrversammlung einberufen wurde, bei welcher der Kaufmann Markus Greiml aus St. Nikolai i. S. und der Bäckermeister Markus Halber zu seinem Stellvertreter gewählt wurden.

Im Jahr 1935 fand der Feuerwehrball wie alljährlich im Vereinslokal Strohriegl statt.
1936 wurde das Feuerwehrhaus, welches sich immer noch im Besitz des Gast- und Landwirtes Michael Strohriegl befand, neu renoviert. Es war auch die Rede davon, dass das Spritzen- bzw. Rüsthaus von der Gemeinde übernommen werden sollte, dem Antrag an den Gemeinderat wurde jedoch nicht stattgegeben.
Das Jahr 1937 brachte in der Führung wieder einen Wechsel mit sich. Der Wehrführer Markus Greimel war nach einer kurzen Krankheit verstorben und noch im selben Jahr wurde sein Stellvertreter Makus Halber zum neuen Wehrführer bestellt.
Herr Franz Harkamp wurde im Jahr 1938 für seine großzügige Unterstützung für die Feuerwehr besonderer Dank ausgesprochen und als Belohnung wurde er von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages für die Dauer von 10 Jahren, befreit.
Im Jahr 1939 wurden Jungfeuerwehrmänner aufgenommen, die nach mehr als vierzig Jahren heute noch die wichtigsten Funktionen in der Gemeinde ausüben, und zwar der damalige Jungfeuerwehrmann und heutige HBI Josef Klapsch sowie der heutige Bürgermeister Erwin Aistleitner.

Das Jahr 1940 begann die Freiwillige Feuerwehr St. Nikolai i. S. am 4. Februar mit einem Ball. Dies war auch die letzte Zusammenkunft in dem Kriegsjahr, wobei die Kasse dem Feuerwehrkameraden Rudolf Mitteregger übergeben wurde. Diese Kassenübergabe bestätigten letztmalig Hauptruppführer Markus Halber und Schriftführer Max Pfingstl.
Bevor Markus Halber im Jahr 1940 seien Haupttruppführer-Stelle dem Schmiedmeister Alois Hartinger übergab, befahl er noch, im Brandfalle die Alarmierung durch die große Glocke in der Pfarrkirche durchzuführen (Notanweisung durch dauernden Stromausfall wegen Kriegseinwirkung). Der Schmiedmeister Alois Hartinger leitete die Wehr unter schwierigsten Umständen bis zum Jahre 1944.
Ab 1944 bis Kriegsende 1945, bzw. bis zum 20. November 1947 leitete die Wehr der Haupttruppführer bzw. Wehrführer und Landwirt Johann Kaiser aus St. Nikolai i. S.. Johann Kaiser weiß zu berichten, dass im Jahre 1945 fast alle Einrichtugen der Freiwilligen Feuerwehr, wie zB die Motorspritze TKW, welche 1930 angekauft wurde, sowie der Mannschaftswagen durch die Kriegsbesatzer der Bulgaren verschleppt und vernichtet wurden.
So war es 1947 notwendig, eine neue Feuerwehr zusammenzustellen. Wehrführer Johann Kaiser legte sein Amt zurück und ihm folgte am 20. November 1947 Markus Reininger als neuer Wehrführer bzw Hauptmann. Erwin Aistleitner als Stellvertreter und Markus Müller als Schriftführer und Kassier. Dieser Vorstand der Feuerwehr begann unter äußerst schwierigen Umständen den Neuaufbau, da wie schon erwähnt, die gesamten Einrichtungen der Feuerwehr vernichtet wurden. Nicht zu vergessen ist, dass alle Bücher, wie Chronik und Kassenberichte, nach dem Krieg ebenfalls nicht mehr aufgefunden wurden.
Bei der Sitzung am Ende des Jahres 1947 sprach man bereits über die Neuanschaffung verschiedener Feuerwehrgeräte und Diensteinteilungen. Es wurde alles versucht, damit im Februar 1948 mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte. Die erste Aktivität war der Feuerwehrball, was den Leuten wieder Mut und Auftrieb zu einer neuen Zusammenarbeit gab. Neue Einteilung für die Alarmbereitschaft wurde getroffen.
Im Sommer 1948 wurde die Sirene-Einrichtung von der Pfarrkirche auf das Dach der Volksschule umgebaut. Im selben Jahr konnte auch noch eine relativ gut funktionierende Motorspritze von der Steiermärkischen Landesregierung entgegengenommen werden.

Hauptmann Reininger, sein Stellvertreter Erwin Aistleitner, der Schriftführer Müller Markus und die Feuerwehrkameraden Wilhelm Bretterklieber und Anton Scherr sprach bei der Gemeinde vor und baten, bei der englischen Besatzung in Thondorf ein Auto anzukaufen, welches als Rüstauto ausgestattet werden sollte. Bürgermeister Johann Schuppler hatte sich mit seinem Gemeinderat bereit erklärt, diese Anschaffung zu tätigen und so wurde dieses Fahrzeug, Marke DODGE, am 12. September 1948 unter folgender Patenschaft geweiht:
Maria Austleitner: Gastwirtin in St. Nikolai i. S.
Resi Kügerl: Mühlenbesitzerin in Grötsch
Anna Harkamp: Gastwirtin in Flamberg
Maria Zöhrer: Landwirtin in St. Nikolai i. S.
Maria Nestl: Landwirtin in Unterjahring
Maria Greisdorfer: Landwirtin in Mitteregg

Im Jahre 1949 wurden aufgrund der Aufbauarbeiten und der zahlreichen Veranstaltungen viele Feuerwehrkameraden ausgezeichnet und befördert. Über Antrag des Brandmeisters Wilhelm Bretterklieber wurde im Jahr 1950 ein Faschingsumzug veranstaltet, wobei das Reinerträgnis zum Ankauf weiterer Feuerwehreinrichtungen diente.
Bereits im Februar 1952 wurde bei der Generalversammlung eine Neuwahl durchgeführt. Diese Wahl bestätigte den amtierenden Hauptmann Markus Reininger in seinem Amt, zu seinem Stellvertreter wurde der Schuhmachermeister Josef Klapsch aus St. Nikolai i. S. gewählt; Schriftführer und Kassier blieb Müller Markus.
Schon ein Jahr später, am 26. Oktober 1953 begann für die Freiwillige Feuerwehr von St. Nikolai i. S. eine neue Ära. Hauptmann Markus Reininger legte sein Amt mit der Begründung zurück, dass die Gemeinde nicht entsprechend mit der Feuerwehr zusammenarbeite. Noch am selben Tag wurde der noch heute amtierende Josef Klapsch zum Hauptmann und der Maurer Müller Markus zu seinem Stellvertreter gewählt.
Weiteres Wahlergebnis
Kassier: Wilhelm Bretterklieber, Oberjahring
Schriftführer: Johann Zweidick, St. Nikolai i. S.

Der neugewählte Ausschuss bat den anwesenden Bürgermeister Ernst Kleindienst um eine bessere Zusammenarbeit als bisher und beantragte in der gleichen Sitzung den Neubau des Rüsthauses. Es schien, dass die Gemeinde auf diesen Antrag sofort reagierte und noch im selben Jahr ein Grundstück von Gastwirt Karl Wrann ankaufte.
Für die Feuerwehrkameraden begann eine schwere Arbeit. Das neue Rüsthaus wurde in Zusammenarbeit mit der gesamten Bevölkerung innerhalb von fünf Jahren gebaut und fertigestellt. Zu erwähnen wäre, dass im Jahr 1954 die große Hochwasserkatastrophe nicht nur die Bevölkerung von Lamperstätten, Grötsch und Jahring schwer belastete, sondern es wurde auch das gesamte Dachstuhlholz für den Rüsthausbau weggeschwemmt. Die gesamte Wehr stand bei dieser Hochwasserkatastrophe drei Tage und Nächste ununterbrochen im Einsatz, um Hab und Gut der Bevölkerung zu retten.
Im Jahr 1958 wurde ein Anhänger zum Transport der Motorspritze, Schläuche und Feuerlöscher angekauft, und bereits ein Jahr später konnte das neue Rüsthaus eingeweiht werden.

Bei den durchgeführten Neuwahlen im Jahr 1959 wurden die Kommandanten in ihrem Amt bestätigt, wobei der Schriftführer Johann Zweidick ausschied und der Löschmeister Walter Hermann zu seinem Nachfolger gewählt wurde, und als Kassier Löschmeister Alex Schmid.
Im Jahr 1962 wurde ein weiteres Spritzaggregat angeschafft (VW-Pumpe). 1963 wirkte auch die Freiwillige Feuerwehr bei der 800-Jahr-Feier der Gemeinde St Nikolai i. S. mit.
Der Gemeinderat beschloß in einer Sitzung im Jahr 1967, für die Freiwillige Feuerwehr mit Hilfe der Bevölkerung ein neues Feuerwehrauto, Typ UNIMOG S Allrad, anzukaufen. Dieses Fahrzeug wurde bereits am 11. August 1968 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Patinnen aus allen Katastralgemeinden unserer Großgemeinde konnten für diesen Anlaß gewonnen werden.

Das Einsatzfahrzeug DODGE wurde im Jahr 1968 wegen zu hoher Reparaturkosten abgestoßen und ein VW-Bus als Mannschaftswagen angekauft. In den Jahren 1968 bis 1973 absolvierten unsere beiden Wettkampfgruppen Junioren und Senioren viele Leistungswettkämpfe bis wir im Jahr 1973 selbst einen Bezirksverbandstag, verbunden mit einem Bezirksleistungswettbewerb abhielten. Bei diesem Wettbewerb kämpften 86 Gruppen um den Sieg.
Nach dem abgehaltenen Bezirksverbandstag, welcher für unsere Wehr ein voller Erfolg war, wurde in den eigenen Kreisen der Feuerwehr wieder sehr angestrengt gearbeitet. Die Wettkampfgruppen brachten einen Pokal nach dem anderen und so konnten auch hunderte Stunden Einsatz gegen Feuer und Katastrophen leichter und besser geleistet werden.

Ganz besonders schwer traf die gesamte Bevölkerung das Hochwasser im Jahr 1974, wo die gesamte Südsteiermark überschwemmt wurde. Die an St. Nikolai i. S. angrenzende Laßnitz trat besonders stark aus den Ufern, was für unsere Feuerwehr Großalarm bedeutete. Gott sei Dank war bei diesem Hochwasser kein Menschenleben zu beklagen, jedoch mussten Menschen und Tiere und deren Hab und Gut gerettet werden. Viele Tage und Nächte standen unsere Feuerwehrkameraden in pausenlosem Einsatz.

Anfang des Jahres 1976 führten wir im gesamten Gemeindegebiet eine Entrümpelung durch und schlossen diese mit einem Fetzenmarkt erfolgreich ab. Der Erlös dieses Fetzenmarktes wurde zum Ankauf des VW-Busses als Mannschaftswagen beigesteuert.
Es zeigte sich in den letzten Jahren und besonders 1977, dass sich die Bevölkerung immer mehr mit der Wasserknappheit beschäftigte und dass dies den Gemeinderat veranlasste, natürlich wieder unter Mithilfe der Bevölerung, ein neues Tanklöschfahrzeug anzuschaffen. Dieses Tanklöschfahrzeug wurde am 21. August 1977 in Verbindung mit einem Zwei-Tage-Zeltfest eingeweiht.
Die Anschaffung des Tanklöschfahrzeuges erforderte einen Kostenaufwand von ca S 900.000,-, wovon S 300.000,- von der Gemeinde, S 240,00,- von der Steiermärkischen Landesregierung und der Restbetrag von den Patinnen und der Bevölkerung von St. Nikolai i. S. aufgebracht wurde.
Durch eine weitere Leistung der Gemeinde und dem Land Steiermark ist es uns gelungen, drei Garnituren schwere Atemschutzgeräte in unserern Verwaltungsbereich aufzunehmen und zu betreiben. Diese schweren Atemschutzgeräte bieten neben unserer ohnedies modernen Ausrüstung einen weiteren optimalen Schutz für unsere Bevölkerung.

Seit der Weihe des Tanklöschwagens haben sich die Feuerwehrkameraden an vielen Lehrgängen der Feuerwehrausbildung beteiligt, sodass wir in den letzten Jahren drei gepürfte Kommandanten vorstellen können: Löschmeister Müller Markus jun., Löschmeister Johann Herzog und Löschmeister Leo Stindl.
Am 5. Juni 1980 hielt die Wehr ihre ordentliche Generalversammlung ab, bei der sich nach 27 Jahren unter derselben Führung, erstmals Wesentliches veränderte. Folgendes Wahlergebnis:
Zum Hauptbrandinspektor wurde der bereits seit 27 Jahren amtierende Josef Klapsch wiedergewählt. Als Oberbrandinspektor wurde der Elektromeister Michale Gruber gewählt.
Des weiteren wurden von HBI folgende Funktionäre bestellt:
Kassier: OLM Faßmann Erwin
Schriftführer: LM Herzog Johann
Protokollführer: BM Hermann Walter
Maschinistenmeister und Zeugwart: HFM Zöhrer Johann und HFM Pinter Franz
Funkwart: HFM Thomann Hubert
Bekleidungswart: HFM Rath Rudolf und LM Hofer Anton

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